Vom rechten Weg des Populismus und was wir daraus lernen können

Die AfD feiert in diesen Tagen erschreckend hohe Wahlerfolge, in gleich 3 Bundesländern liegt die Zahl der errungen Stimmen weit über den Erwartungen, oder sollte man hier eher von Befürchtungen sprechen? Wie dem auch sei, die AfD hat es geschafft, im Zuge der Flüchtlingskrise, sich als einzige Alternative zu den etablierten Parteien aufzustellen. Trotz dem eifrigen Engagements sämtlicher Medien, die Rechtspopulisten in ein, zu Recht, schlechtes Licht zu rücken, kann man wohl schon jetzt von historischen Wahlerfolgen sprechen.

Wie konnte es soweit kommen?

Durch die Flüchtlingskrise fühlten und fühlen sich offenbar viele Menschen in unserer Gesellschaft verunsichert und niemand aus der Politik vermochte es, diese Unsicherheiten zu zerstreuen. Soweit Fakt, das ist aber noch nicht das Ganze Geheimnis. Die AfD hat sehr wohl einen eigenen Anteil an ihrem Erfolg: Die Partei vertritt einfache, klare Thesen und Forderungen, die den „Verunsicherten“ unter uns, quasi aus dem Herzen zu sprechen scheinen. „Grenzen dicht“ – „In letzter Konsequenz muss an den Grenzen von der Schusswaffe Gebrauch gemacht werden“ – „Gegen Islam“ – Das sind Schlagworte, die ankommen. Da braucht es keine Debatten, keine Diskussionen, keine tiefergehende Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Strukturen. Die Forderungen der AfD reihen sich nahtlos in die PEGIDA-Sprechchöre ein und kanalisieren Unsicherheit, Angst, Ablehnung und Hass in ein Kreuz auf dem Wahlzettel. Das ist gelebter Populismus, der funktioniert. Populismus, der eine Partei mit einem wahnwitzigen Parteiprogramm in Parlamente katapultiert. Die AfD hat in der Flüchtlingskrise ihre Chance gesehen und sie ergriffen.

Damit hat sie das geschafft, was die linken Bewegungen, Vereinigungen und Parteien sträflich verpasst haben, als das drängendste Thema noch „Finanzkrise“ hieß. Im Nachhinein erscheinen die Thesen, Forderungen und Programme der linken Bewegungen ZU vernünftig, ZU fundiert und vorallem ZU herzlos, als das diese die Gesellschaft hätten in Bewegung versetzen können. Revolutionen sind keine Vernunftsentscheidungen, gesellschaftliche Umwälzung benötigt Menschen, die mit Herz und Leidenschaft für sie kämpfen!

Wenn wir etwas in diesem Tagen lernen können ist es vielleicht, dass Politik nicht nur aus Fakten und fundierten Lösungen besteht, Menschen sind und bleiben gefühlsorientierte Wesen. Wenn man den Kampf will, muss man ihn mit dem Herzen führen und nicht nur mit dem Kopf.

Wenn wir die Herzen der Menschen erreichen um gegen Kaptialismus, Ungleichheit und Ungerechtigkeit ins Feld zu ziehen, hat letztlich auch die Vernunft gewonnen!

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